Square Dance in Bochum

Wer war der erste Square Dancer ?
Christoph Columbus.
– Als er sich auf den Weg machte, wusste er nicht, wohin er kommen würde.
– Als er dort war, wusste er nicht, wie er hingekommen war.
– Als er wieder zu Hause war, wusste er nicht, wo er gewesen war.

Square Dance ist also ein Verwirrspiel?
Sicher nicht, aber man muss schon einiges lernen, bevor die Schritte sitzen.
Square Dance ist aus dem fernen Amerika, genauer aus den USA, zu uns gekommen, der aber seine Wurzeln in vielen Ländern Europas hat. Selbst die eher steifen Tänze, mit denen man sich vor 200 Jahren am Wiener Hof vergnügte, waren Ahnen des Square Dance.
Vorläufer des heutigen Square Dance waren Formationstänze, die bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt sind, wie zum Beispiel der “ Morris Dance“ in England. Diese Tänze wurden in vielfachen Variationen bei Hof, aber auch bei den Lustbarkeiten des „einfachen“ Volkes getanzt. Viele Arten waren in ganz Europa verbreitet. Als dann die Einwanderung in die neue Welt begann, begleitete die Menschen ihr Volkstum, ihre Tänze, die dann im Schmelztiegel Amerika vermischt wurden. Irisches wurde mit Schottischem, Englisches mit Französischem vermengt.

Deutsche Einfsd72lüsse kamen ebenso dazu wie solche aus Südeuropa und vom Balkan
Um die Jahrhundertwende waren die Amerikaner eine leidenschaftlich tanzende Nation. Zu jeder sich bietenden Gelegenheit wurden Bälle veranstaltet und die Leute nahm
en weite Wege und große Strapazen auf sich, um Tanzfeste zu besuchen.
Die Siedler verteilten sich über das ganze Land und mit ihnen die Tänze.
Kein Geringerer als Henry Ford gehörte zu den ersten, die sich  für dieses nun entstehende – amerikanische – Volkstum interessierten und Tänze sammelten und publizierten. In den folgenden Jahren befasste man sich  systematisch mit diesen alten Tänzen. Die Figuren erhielten einheitliche Namen und Definitionen.
Bis ca. 1940 war der Square Dance noch in weitgehend einheitliche Schablonen gepresst, die den Tanzablauf genauestens vorschrieben.
War der „Caller“, der Ausrufer, bis dahin nur Gedächtnisstütze für die Tänzer, so kam dieser Person in den folgenden Jahren größere Wichtigkeit zu.
Mit einer Vielzahl von Kommandos – in Englisch , überall auf der Welt -dirigiert er die Tänzer von Figur zu Figur. Paare finden sich, trennen sich wieder, schließen neue Koalitionen, drehen sich, schreiten und finden am Ende den anfänglichen Partner wieder. – Man denke an Columbus! – Keine Frage, dass man auch Feste anderer Gruppen besucht. Wer rund 70 Kommandos (genau 69) tanzt, kann überall auf der Welt mitmachen.

Könner sind die Caller: Ihre Kommandos geben sie in sagenhaften Tempo, singen sie zumeist in breitestem texanischen Dialekt.

Zur Kleidung: Die Damen tragen weite Röcke und darunter – natürlich – Petticoats. Die Herren tragen ein Hemd mit langen Ärmeln, einem Halstuch und ein kleines Handtuch am Gürtel.

„Um den Damen stets eine trockene Hand reichen zu können“. Getanzt wird zu vier Paaren auf den Grundlinien eines gedachten Quadrats (square).

Wer Spaß hat mitzutanzen ruft einfach einmal an!